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PRESSE

Das TRIPEMA-Prinzip in den Medien

Die Zukunſt der Rohbauten? Die Tripema AG baut dieses Jahr eine Backsteinklebeanlage in Reichenburg, in der ganze Backsteinwände mit Maschinen zusammengeklebt werden. Der Bauprozess wird dadurch schneller, leiser und sauberer.
von Svenja Marocchini Aufgrund   eines   Durch gangs     bei      Audi     in   einer Karosserie,       in         der         Auto  teile   verklebt             wurden,         kam              der    Österreicher Mar kus       Pichler        auf       die    Idee,      ganze   Backsteine     auch   mit       einem    Super ­ Kleber      zu      einer    Wand        zu    fertigen. Das     Resultat     jahrelanger     Entwicklung nannte      Pichler      dann      den      Hightech­ Kleber.    Mit    diesem    ermöglicht    Pichler, den      Rohbau     eines      Einfamilienhaus­ Stockwerkes     in    nur     einem      Tag     mit gewöhnlichen Backsteinen         fertig­ zustellen. Das     Bauverfahren     mit     dem     High­ tech­Kleber   wird   nun   schon   seit   einigen Jahren     in     Österreich     angewendet     und kommt   dieses   Jahr   in   die   Schweiz,   genauer gesagt    nach    Reichenburg.    Kurt     Herpel, Leiter    der    Tripema    AG,    begrün det    die Standortwahl   mit   der   guten Erreichbarkeit per        Autobahn        und        der        grossen Unterstützung       der       Gemeinde. «Wir   fühlen         uns         sehr         willkommen       in   Reichenburg.»           Die           eigenstän dige   Schweizer   Firma   mietet   sich   dieses   Jahr im         Gewerbecenter         Gläntern         in Reichenburg     ein     und     baut     unter     ge - schützten        Bedingungen        mit        einer Backsteinklebeanlage         Backsteinwände. Ein   Dutzend   Personen   sind   für   die Wände   tätig.    Diese    werden    mit    Robo  tern    gebaut.   Eine     Wand     mit     den     Massen   zweieinhalb Meter   hoch   und   vier Meter     breit     fertigen   die      Maschinen   in   ungefähr   40   Minuten an.    Die    Back steinklebeanlage    kann    300 qm    in wenigen    Stunden    herstellen.    «Die An lage      arbeitet      sehr      sauber.      Anwoh-   ner     aus     den     benachbarten     Quar tieren müssen   zudem   keine   Angst   vor möglicher Ruhestörung      haben.      Die      Maschinen arbeiten    geräuscharm.» Die    Backsteine, welche   von   der   Ziegelei   Schuhmacher   aus Körbligen,   Zug   stammen,   werden   mit   dem Hightech­Kleber befestigt.      Der       Kleber,   der     gerade     mal
0,1   Prozent   der   fertigen   Wand   ausmacht,   ist     ungiſtig.     Mit     einem     Hochdruck­ Wasserstrahl     kann     danach     jede     ge­ wünschte Form ausgeschnitten werden. Wie herkömmliche Maurerarbeiten Die    verklebten    Backsteinwände    seien durch   den   schnellen   Aufbau   aber   nicht   mit   den   Wänden   von   Fertighäusern   zu verwechseln.     «Die     Qualität     der     Back­   steinwände   ist   dieselbe   wie   bei   gewöhn-   lichen    Maurerarbeiten»,    bestätigt    Herpel.   Die   Wände   werden   ohne   Fenster   zu   den   Baustellen      geliefert,      Fertigwände      be-    inhalten     bereits     die     Fenster.    Die     Quali-   tät   der   Wände   wurde   von   der   Eidgenös-   sischen      Materialprüfanstalt      in      Düben­   dorf    und    vom    Prüf­    und    Forschungs- institut Sursee überprüſt und bestätigt.
Die      hergestellten      Wände      bringen ausserdem   einige   Vorteile   mit   sich. Durch   die    schnelle    Arbeit    der    Maschinen   kann   einiges      an       Bauzeit      eing espart    werden. Das              Klebesystem              verhindert Unebenheiten,         wie         beispielsweise hervorquellender       Mörtel.       Ausserdem können       Installationskanäle       vorgefräst werden.   «Der     Preis    der    Backsteinwände   ist sehr   konkurrenzfähig»,   meint   Kurt   Herpel. Bei   Mehrfamilienhäusern   sei   ein   schneller Einzug     in     die     Wohnun gen       mit       der   Tripema-Bau   weise    garan tiert. Die   Wände   der   Tripema   AG   sind vor allem   für   Mehrfamilienhäuser   von Vorteil.   Die       Dauer      der       Bauarbeiten   kann   mit den   verklebten   Wänden   um   mehrere   Tage verringert werden.
Zur      Baustelle      werden      die      fert igen   Wände   täglich   in   Lastwagen   der Käppeli Logistik    aus    Sargans    transpor tiert.    Die Backsteinwände          sind          für          eine unbeschwerte     Installation     allesamt     im Uhrzeigersinn      nummeriert.      Auf      der Baustelle    werden    drei    Bauarbeiter    be- schäſtigt,     welche     die     Lieferung     auf- bauen.    Die    Fertigelemente    werden     in    ein   Mörtelbett     und     Unterlagsplättchen     ein- gesetzt    und    mit    gewöhnlichen    Schräg- stützen   fixiert.   Danach   werden   die Innen - und          Aussenfugen          mit          einem Trockenkleber   versiegelt.   Sobald   sich   die Tripema   AG   in   Reichenburg   eingelebt   hat und    mit    ersten    Auſträgen    beginnt,    wird sich   wohl   zeigen,   ob   der neue   Bauprozess die    Schwyzer    und Schweizer    Baukultur verändern wird.
Die Fertigelemente werden von zwei Arbeitern auf einer Baustelle in ein Mörtelbett und Unterlagsplättchen eingesetzt. Bild zvg
MAZ, Donnerstag, 12. Januar 2017